Konferenz für Weltmission und Evangelisation


Home > Konferenz > Geschichte > Edinburgh

Edinburgh



Interior view of meeting

Die Weltmissionskonferenz, die 1910 unter dem Motto "Evangelisation der Welt in dieser Generation" in Edinburgh stattfand, wird als symbolischer Ausgangspunkt der modernen ökumenischen Bewegung angesehen.
Bereits zuvor hatte es größere Missionskonferenzen gegeben, aber in Edinburgh wurden Schritte in Richtung auf eine gewisse Institutionalisierung der Zusammenarbeit zwischen protestantischen Missionsräten unternommen. Edinburgh kann jedoch nach heutigem Verständnis nicht als "ökumenisch" bezeichnet werden, da an dieser Konferenz weder katholische noch orthodoxe Delegierte teilgenommen haben. Von den 1400 Teilnehmenden stammten nur 17 aus der "Dritten Welt". Edinburgh war in thematischen Kommissionen sehr sorgfältig vorbereitet worden. Obwohl in einigen dieser Kommissionen relativ "fortschrittliche" Debatten stattfanden, verkörperte Edinburgh im Allgemeinen doch einen traditionellen, konservativen Missionsansatz, der die "Verkündigung des Evangeliums an die Heiden" mit der Ausbreitung der westlichen Kultur verknüpfte.
Edinburgh begründete die International Review of Mission (deren erste Ausgabe 1912 erschien) und einen Fortsetzungsausschuss, der die Fundamente für die Schaffung des
Internationalen Missionsrates (IMC) im Jahr 1921 legte.