Konferenz für Weltmission und Evangelisation


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Salvador de Bahía

Die letzte ÖRK-Missionskonferenz des 20. Jahrhunderts fand 1996 in Salvador da Bahía, Brasilien, statt und war voll und ganz der Beziehung zwischen Evangelium und Kulturen gewidmet. Aufgrund der weltpolitischen Umwälzungen 1989 und des zunehmenden Einflusses kultureller und ethnischer Identitäten auf gewalttätige Konflikte war es notwendig geworden, das Thema Kultur in missionstheologischer Perspektive neu zu untersuchen. In Salvador wurde die in Bangkok entwickelte Haltung zur Inkulturation bekräftigt. Die reiche Vielfalt der Kulturen wurde als Gabe Gottes in den Mittelpunkt gestellt, aber es wurde auch an das Gebot des Evangeliums erinnert, die Bekräftigung der eigenen kulturellen Identität mit der Offenheit gegenüber anderen Identitäten zu verbinden. Salvador erkannte an, dass alle Kulturen grundsätzlich gleichwertig sind, aber auch zwiespältige Elemente enthalten. Das Evangelium könne in seiner Beziehung zu unterschiedlichen Kulturen erleuchtet, aber auch verdunkelt werden. Kirchen in der Mission müssten sich gegebenenfalls zu bestimmten Elementen ihrer Kultur bekennen, andere hingegen in Frage stellen. Angesichts der Lage insbesondere im östlichen Teil Europas bekräftigte Salvador die Ablehnung des Proselytismus durch den ÖRK und die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit in Mission und gemeinsamem Zeugnis