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17.05.05 11:47 Alter: 7 yrs

Weltmissionskonferenz in Athen: ein Meilenstein für die ökumenische Verständigung

Die erstmals in einem mehrheitlich orthodoxen Umfeld abgehaltene Weltmissionskonferenz markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Missionsbewegung. Die Konferenz endete am 15. Mai mit dem Aussendungsgottesdienst auf dem Areopag.

 

Vom 9. bis 15. Mai fand in Athen die 13. Internationale Konferenz für Weltmission und Evangelisation statt. 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 105 Ländern waren der Einladung des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) gefolgt. Sie waren unter dem bewusst als Gebet formulierten Thema "Komm, Heiliger Geist, heile und versöhne" dazu aufgerufen, gemeinsam über die Zukunft der christlichen Botschaft nachzudenken.

Katja Heidemanns, Vorstandsreferentin beim Internationalen Katholischen Missionswerks missio in Aachen, vertrat die katholische Kirche in der deutschen Delegation. "Die erstmals in einem mehrheitlich orthodoxen Umfeld abgehaltene Weltmissionskonferenz markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Missionsbewegung", so Katja Heidemanns. Denn neben den Mitgliedskirchen des ÖRK waren in diesem Jahr auch die charismatisch-pfingstlichen und evangelikalen Bewegungen sowie die römisch-katholische Kirche offiziell vertreten.

Bischof Brian Farrel vom Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen und Leiter der 42-köpfigen katholischen Delegation unterstrich die Bedeutung der Konferenz als Meilenstein für die ökumenische Verständigung. "Die Kirchen stehen heute vor denselben Fragen. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, gemeinsam darüber nachzudenken, welche Richtung die Mission in einer sich rasant wandelnden Welt nehmen muss", so Farrel.

Positive Bilanz

In ihrem Brief an die christlichen Kirchen ziehen die 500 Delegierten eine positive Bilanz, ohne die unterschiedliche Bewertung der Beziehung zu Heilung, Erlösung und Bekehrung zu verschweigen. Die missio-Referentin sieht vor allem in der Neubesinnung auf das missionarische Handeln der Kirchen einen Ansatz, die in Athen begonnenen Anstrengungen weiterzuführen. "Zukünftig wird es darum gehen, miteinander zu klären, wie Kirche als versöhnende und heilende Gemeinschaft konkret gestaltet werden kann. Und dies im Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Glaubens und vor dem Hintergrund verschiedener Konfliktfelder wie zum Beispiel HIV/Aids und Gewalt", reflektierte Katja Heidemann abschließend.