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08.05.05 12:38 Alter: 7 yrs

In Athen beginnt Weltmissionskonferenz

Frankfurt a.M./Athen (epd). In Athen versammeln sich von diesem Montag an rund 500 Delegierte zur Konferenz für Weltmission und Evangelisation des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK). Die Teilnehmer von allen Kontinenten und aus nahezu allen christlichen Traditionen wollen bis 15. Mai über die wichtigsten Zukunftsthemen des Christentums sprechen. Die Konferenz steht unter dem Motto "Komm, Heiliger Geist, heile und versöhne". Der Eröffnungsgottesdienst findet am Dienstag statt.

In einem Zentrum in der Nähe der griechischen Metropole werden neben Vertretern der internationalen Missionswerke und 347 ÖRK-Mitgliedskirchen auch Teilnehmer aus der römisch-katholischen Kirche, aus Pfingstkirchen sowie aus evangelikalen und charismatischen Gemeinschaften erwartet. Schätzungen zufolge rechnen sich weltweit rund 600 Millionen Menschen den pfingstlichen und charismatischen Aufbrüchen zu. Es ist damit die am stärksten wachsende christliche Bewegung. In Athen sollen auch theologische Differenzen zwischen den Gruppen besprochen werden.

Auf der Tagung geht es unter dem Begriff Heilung zudem um Alternativen zum westlichen Gesundheitssystem. Erwartet werden zudem Diskussionen zu den negativen Folgen der Globalisierung und der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich. Auch neue Ansätze für gewaltfreie Konfliktlösungen in der veränderten Weltlage seit den Anschlägen vom 11. September 2001 stehen auf der Tagesordnung. Gastgeberin der Konferenz ist die Kirche von Griechenland. Damit wird es die erste ÖRK-Weltmissionskonferenz in einem Land mit mehrheitlich orthodoxer Bevölkerung.

Die letzte Weltmissionskonferenz 1996 im brasilianischen Salvador da Bahia beschäftigte sich mit dem Thema Evangelium und Kulturen. Die Tradition der Konferenzen begann Anfang des 20. Jahrhunderts. Die erste Konferenz 1910 im schottischen Edinburgh gilt als Ausgangspunkt der modernen Ökumene. Damals nahmen allerdings nur protestantische Vertreter teil. Den christlichen Welttreffen schlossen sich über die Jahre auch römisch-katholische und orthodoxe Christen sowie Repräsentanten anderer Konfessionsfamilien an. (05142/8.5.2005)