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19.05.05 11:42 Alter: 7 yrs

Weltmissionskonferenz: Rassismus und Gewalt verurteilt

Deutsche Delegierte der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Mission ist Baptistin

A t h e n - Mit einem Schuldeingeständnis ist die 13. Weltmissionskonferenz des Weltkirchenrates (ÖRK) in Athen zu Ende gegangen. Die Kirchen hätten weltweit Menschen aufgrund von Rasse, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung oder Duldung unterdrückerischer Strukturen ausgeschlossen, heißt es in einem "Brief aus Athen", den die mehr als 500 Delegierten aus 105 Länder verabschiedeten. Das einwöchige Programm stand unter dem Motto "Komm, heiliger Geist, heile und versöhne". Zum ersten Mal waren Vertreter der Katholiken und Evangelikalen - darunter auch Pfingstler - als gleichbereichte Delegierte zugelassen, obwohl sie nicht ÖRK-Mitglieder sind. Dem ÖRK gehören 347 evangelische, orthodoxe und anglikanische Kirchen an. Im Abschlussgottesdienst auf dem Areopag in Athen, auf dem schon der Apostel Paulus gepredigt hatte, verglich ÖRK-Generalsekretär Samuel Kobia (Genf) die wirtschaftliche Globalisierung mit dem Turmbau zu Babel. Geld sei zu einem Götzen erhoben worden, für den sogar mit Menschen gehandelt werde. Kobia forderte zum Gebet für junge Leute auf, damit diese sich für eine gerechtere, friedlichere und solidarische Welt einsetzen.

Überraschend war auch unser Bund indirekt auf der Tagung vertreten, nämlich durch die Gemeindeleiterin der Gemeinde Holzminden, Annegret Drüke. Die deutsche Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM) hatte zunächst einen Vertreter benannt, der dem Anforderungsprofil der Konferenz nicht entsprach. Daraufhin hatte sich die AEM an das Komitee für Weltmission unseres Bundes mit der Bitte um Unterstützung gewandt. Das Komitee nominierte eines seiner damaligen Mitglieder, Annegret Drüke. Die Baptistin vertrat zugleich auch die Europäische Baptistische Mission (EBM). Sie zog gegenüber der Zeitschrift "Die Gemeinde" ein überwiegend positives Fazit des Treffens, dessen Sitzungen von der britischen Baptistin Ruth Bottoms geleitet wurden.


Die deutschen Teilnehmer auf der Missionskonferenz

"Als besonders positiv empfand ich die Form der Konferenz, die betont mit Kleingruppen arbeitete und auf diese Weise ein breites Spektrum an Themen ermöglichte. Die Arbeit in Gruppen erwies sich als ideal, um möglichst viele persönliche Kontakte sowie den interkulturellen Austausch unter den Teilnehmenden zu fördern." Die Konferenz habe dazu beigetragen, menschliche Vorurteile gegenüber anderen Konfessionen abzubauen und einander in Liebe zu begegnen. Annegret Drüke bedauerte allerdings, dass die biblische Dimension der Mission in den Plenarsitzungen unterbetont gewesen sei. Dieses Defizit sei jedoch durch den liturgisch-spirituellen Rahmen der Konferenz ausgeglichen worden.

Ihr sei erneut deutlich geworden, "dass wir in der Mission immer wieder neu herausgefordert sind, Heilung und Versöhnung in die unterschiedlichsten Kontexte zu bringen." Ihr persönliches Fazit: "Die Konferenz habe ich als ermutigend, inspirierend und herausfordernd erlebt."

Wer mehr wissen will: www.mission2005.org (oben rechts auf "Deu" klicken)