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17.05.05 04:11 Alter: 7 yrs

Ökumenische Weltmissionskonferez Athen beendet

Nie war die auf einer Missionskonferenz vertetene Bandbreite der Kirchen und kirchlichen Strömungen so gross - erste persönliche Resumees. Von Anika Küster/Andrea Seefeld (EMS), M.Breitenfeldt

 

Am Pfingstmontag ist die 13. internationale Konferenz für Weltmission und Evangelisation des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) in Athen mit einem bewegenden Aussendungsgottesdienst zu Ende gegangen. An gleicher Stelle an der nach Apostelgeschichte 17 der Apostel Paulus seine "Areopagrede" hielt, predigte der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, der kenianische Methodistenpfarrer Samuel Kobia.

Über 600 Teilnehmende aus mehr als 100 Ländern hatten sechs Tage lang in einer noch nie dagewesenen ökumenischen Bandbreite aus orthodoxen, protestantischen, katholischen, evangelikalen und pfingstlichen Kirchen um den Gebetsruf "Komm Heiliger Geist, heile und versöhne uns" gerungen.

Auf der Vollversammlung und in den Workshops war "Versöhnung" das abschließende Topthema der Konferenz.

"Man hatte mir beigebracht, das Religion Opium fürs Volk ist, aber als ich in der Kirche die Gesänge hörte, musste ich weinen", sagte die aus Nordkorea in den Süden geflohene Yoo Hye Ran.

Prozesse der Heilung wünschte Bischof Axel Noack aus der Kirchenprovinz Sachsen den "Freunden in Korea" viel Kraft, Geduld und Gottvertrauen, um ihre Wiedervereinigung zu gestalten. "Unsere Wiedervereinigung war teurer und anstrengender, als wir dachten", schilderte er. Aber sie sei gewaltlos gewesen, "und dieser Ruf kam aus den Kirchen".

Bernhard Dinkelaker, Generalsekretär des Evangelischen Missionswerks in Südwestdeutschland (EMS), sagte: "Was mich hier angesprochen hat, waren die ganz persönlichen Leidens- und Hoffnungsgeschichten aus den verschiedensten Ländern, die wir teilen konnten." Eine tragende Gemeinschaft während eines heilenden Prozesses könne einiges bewirken. "Für unsere EMS-Gemeinschaft nehme ich mit, dass wir noch mehr Gelegenheiten unter uns schaffen sollten, uns gegenseitig Geschichten des Leidens und der Hoffnung zu erzählen und die Bibel gemeinsam zu teilen", so Dinkelaker.

Dr. Pauline Sathiamurthy, Generalsekretärin der Kirche in Südindien, meinte, auf der Konferenz habe man sich zu wenig über die unterschiedlichen Missionen in der Praxis ausgetauscht. "Die Mission der Kirche in meinem Land, in dem mehr als 80 Prozent kein Dach über dem Kopf haben, ist keine Frage der Bekehrung, sondern wie diejenigen ohne Stimme gehört werden und wie sich ihre Situation ändert", sagte Sathiamurthy.

Der ghanaische Theologe Dr. Gyadu-Asamoah fühlte sich davon ermutigt, dass im Gegensatz zur ersten Weltmissionskonferenz im Jahr 1910 über 40 afrikanische Delegierte teilgenommen haben: "In Edinburgh war es kein einziger."